| Pilotenalltag |
|
|
|
|
Beiliegender Artikel wurde von unserem Motorfluglehrer und Berufspilot Charly Schorr - offenbar beeindruckt von einem ereignisreichen Einsatztag - geschrieben.
27. Januar 2005, 02:30 local Time. Raus aus der Kiste, ein Blick aus dem Fenster. Es hat ganz, ganz wenig geschneit. Vielleicht einen Zentimeter. Kein Problem. Der für 3 Uhr früh bestellte Schneeräumer kann sich im Bett umdrehen. Am Vortag hatte es immens geschneit. In Coburg musste mehrfach die Piste geräumt werden, um den Flugplatz betriebsbereit zu halten. Tja, bequemer wäre es gewesen, am 26.Januar abends mit den 3 Passagieren nach Pescara in Italien zu fliegen. Dort zu übernachten. Die Fluggäste wären dann fast vor Ort gewesen, hätten von Pescara aus, ohne Hektik die von dort 130 km entfernt liegenden Kunden um 9.30 zur Besprechung treffen können. Aber einer der Passagiere hatte am 26. noch einen Termin, der erst um 22 Uhr endete. Der Coburger Wetterautomat sendet auf 120,100 MHz. Dies ist auch eine Londoner Radarfrequenz. Bei München muss man schon die Rauschsperre ausschalten, um da etwas zu hören, gelegentlich unterbrochen, von einer Kommunikation mit London. Unverdrossen meldet er: Wind 200 Grad, 8 Kt, Böen bis 14 kt, CAVOK, bei - 6 Grad, dagegen Nürnberg auf 123,07: nur 2000 m Sicht in leichtem Schneefall und 400 ft Untergrenzen. Also Coburg besser als Nürnberg, was es nicht oft gibt, aber wie lange noch?
|
|
| LAST_UPDATED2 |





