Die vergange Saison war meteorologisch gesehen, im Vergleich zum Jahr 2010 wirklich schwach. Nach einem vielversprechenden Start - Ende März flog Gerd-Peter Lauer bereits mehrfach weiter als 350km - bescherte uns der trockene April tolles Flugwetter und lies uns mehrfach über 500km weit fliegen. Michael Bornschlegel, Rudolf Weihermüller, Jan Kretzschmar und Wolfram Bartsch flogen zusammen bis weit hinter die Rhön und freuten sich über die starke Thermik.
Wohin fliegen wir heute? Streckenplanung mit dem PDA
Unser bester Monat war heuer den Juni. Die lange Sonnenscheindauer und der trockene Boden ließen schon am späten Vormittag über den Wäldern und den kalkigen Höhen des Jura starke Thermik enstehen und erlaubten uns mehrere Flüge zwischen 500 und 650 km.
Unsere Rennstrecke am Thüringer Wald
Nach dieser schönen Periode stellte sich das Wetter aber leider um, ein Tiefdruckgebiet jagte das Nächste und bescherte den Segelfliegern in ganz Europa ganz schwieriges und teilweise auch unfliegbares Wetter. Zur schwachen Thermik kam stellenweise auch ein unangenehm starker Wind hinzu. So flogen wir fast nur in Oberfranken, von den langen Gleitstrecken zwischen Wartburg und Großem Arber konnten wir heuer leider nur träumen. Aber so ist es halt beim Segelfliegen, man muss aus jedem Tag das Beste machen.
Wie die Saison 2011 bei den anderen Vereinen gelaufen ist, kann man auf den Seiten des Onlinecontests OLC nachlesen. Dies ist weltweit die zentrale Informationsplattform für alle Segelflieger, Drachenflieger und Paraglider. Unmittelbar nach der Landung laden die Piloten ihre Daten aus ihren Flugschreibern und Navigationsgeräten auf den OLC-Server, der die Flüge grafisch darstellt. Auch die Daten unserer Streckenflugstatistik stammen aus dieser Datenbank. Alle Segelflugbegeisterten seien darauf hingewiesen, dass jetzt auf der Südhalbkugel der Sommer und damit in Australien, Südafrika und Namibia die Segelflugsaison beginnt. Wir freuen uns schon ganz sehr darauf, in der Polarnacht zu bibbern und Euch beim Fliegen zusehen zu dürfen.... :-(
Wie in einem früheren Bericht bereits geschildert, hatten es Gerd-Peter Lauer und die anderen Piloten zu dieser Zeit bei den Europameisterschaften in der Slowakei wirklich schwer. Gestartet wurde bei schwächster Thermik, die kurzen Wetterfenster waren so ausgereizt, dass die Wettkämpfer schon am späten Nachmittag bei wolkenlosem Himmel wieder landen mussten.